discre

Gedichte:

pantia

Der Zauberturm

“Eines Nachts in meinem Turm, draußen tobt ein wilder Sturm, pocht mir laut das Eingangstor, Ich öffne blind, ein Schatten tritt vor. Finster blickt er auf mich herab, das Tor zu schließen misslingt mir knapp.

Schon ergreift mich am Arm ein wildes Biest und zerrt mich in mein Turmverlies. Seid gewiss ihr Elfen-Helden, ich stehe fest auf Zauberfelden, doch was das Tier mir da gebot, weckt in mir noch jetzt große Not. Einem Laudanum Traume gleich, beschwört es aus dem Unterreich, eine Gruppe schwarzer Wesen, in keiner Schrift dergleich gelesen. schaudernd und vom Spuk gebannt, was der Hades mir gesandt, lausche ich dem Schauerspiel, das dem Untier gut gefiel.

Die Wesen wenden sich zu mir, Ein Anblick voller Grauen schier. Nähern sie sich mir geschwind, heißer Atem und kalter Wind. Halten vor mir auch nicht inne, flüstern zischelnd, dass ich nicht entrinne. Zerlegen mir mein Innerstes, und tun mir an noch schlimmeres. Dann als in schwarz ich nieder ging, fehlt mir, woran als Mensch ich hing, in tiefer Ohnmacht Meeresgrund küsst mich fern mit kaltem Mund, des Wahnsinns Raunen süßer Klang in kettenschwerem Schlafgewand.

Ich erwache für mich allein, erfüllt von Ekel meine Pein. Zuckend durch den Leibe schüttelnd, mir den leeren Magen rüttelnd, muß´ mich schwallend übergeben, In gallenbittrem Krampfwürgbeben. Mein Turm drückt wie ein enger Sarg, so fristet sich mein erster Tag. Auch am Tage Nummer zwei, in Trauer und mein Geist unfrei. Erst als der dritte Morgen graut, besinn ich mich meiner neuen Haut. Ein Blick aus meinem Turmdachfenster, dem Morgen weichende Nachtgespenster. Untastbar meiner Willenskraft, ist neben mir da aufgewacht, Der neue Meister in meiner Brust, Ein Sohn der Begierde voller Blutlust.

Fortan fehlt die Erinnerung, ich stürze in den Teufelsgrund. Schmerz und traumlos blind besessen tauch ich in den See des Vergessens. Nur einmal im Mond durch Wotangelach, bin von Kindsbein umgeben ich aufgewacht.

Ein Treffen im Zwielicht

An andrem Ort und andrer Stelle, sitzt im Dunklen ein Geselle. Späht ins Zwielicht, wartet dort, auf einen Partner seiner Sort. “Es wurde langsam Zeit Du Dieb und wenn Dir Dein Leben lieb, solltest Du nicht lange bleiben, mir meine Zeit nur kurz vertreiben.” “Sei mal froh, daß ich noch kam, mein fetter Wanst beschert mir Gram. Die reiche Kindskost schmeckt zwar gut, doch fettet mir den Wanst die Brut.”

discrepantia

In Gedenken an den Zauberer von Loroszó, ein Symbol zu setzen der Vergangenheit. Impressum:

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