Hausdämon
So wie die Menschen ihr Heim als einen sicheren und warmen Platz begreifen, mag es im Laufe der Jahre auch zu einer Quelle von Unbehagen und Angst werden. Man muss nur den Freudschen Begriff des Unheimlichen, oder auch Un-heimeligen nehmen, um dieses Gefühl zu verstehen. Die Idee ist, dass da etwas ist, was die ganze Sache sich unbehaglich anfühlen lässt.
Dieses Gedicht stützt sich auf die Gefühle des Unheimlichen. Wie Sie als Leser da im eigenen Heim sitzen und über den Hausdämon lesen, vielleicht im Hinterkopf mit Erinnerungen an Freunde, die gerade vergnügt auf http://www.casino.com/de/ spielen, verbunden mit der Diskrepanz, die durch das Lesen dieses Gedichtes entsteht. Fühlen Sie sich in dieses interessante Gedicht hineingezogen und bewegt.
Heute fühlst Du Dich mies und krank, Du fühlst es naht der Untergang.
Es tut nicht mal weh, Du kannst nicht dran sterben,
nur blanke Angst ins Gedächtnis einkerben.
Es ist taube Ohnmacht, unerreichbar durch Willen,
ist außer Betrieb, kann nichts mehr erzwingen.
Da geht es schon los, beginnt sich zu drehen,
die Welt hört kurz auf, verändertes Sehen.
Es hilft nicht mal viel, die Augen zu schließen,
kein Reiz darf durch, machtloses Genießen.
Ein warmes Kribbeln am Hinterhaupt,
es ist überstanden, ein wenig noch taub.
Du kannst wieder fühlen und auch agieren,
so müde, nur Schlaf kann Dein Gemüt kurieren.
Du freust dich bestimmt schon aufs nächste Mal,
Tribut dem Dämon, der dies Übel befahl.
04/99